Die Geschichte der Kooperativen Spiele (4)

“Das Ziel beim Spielen ist zu gewinnen, aber nicht das Gewinnen ist wichtig, sondern das Ziel.” Dieser schöne Gedanke stammt von unserem vierten Gast, Reiner Knizia. Und man könnte fast sagen, das ist auch das Credo der kooperativen Spiele – es geht nicht um mein Ego, das unbedingt die anderen übertrumpfen will, sondern darum, mit den Anderen am Tisch eine schöne Zeit zu verbringen.

Zur Abwechslung gibt es dieses Interview einmal zum Hören. Ich war bei dem Telefonat hörbar aufgeregt, aber möchte euch die Tonfassung trotzdem nicht vorenthalten.  :-)

 

Reiner Knizia-Spiel des Jahres 2008-Wer War's-1OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zunächst sprechen wir über sein Zitat zum Gewinnen im Verhältnis zum Spielziel, das ich eingangs erwähnte.

Ich frage dann nach der Entstehung des Spiels “Herr der Ringe” (Kosmos 2000). Für Reiner Knizia ist besonders wichtig, dass die Kooperation sich organisch aus dem Spielthema ergibt.

Außerdem bringe ich sein Kinderspiel “Wer war’s?” (Ravensburger 2007) zur Sprache. Hier fungiert die elektronische Komponente als Gegner, der die Spieler zusammenschweißt.

Zum Abschluss geht es noch einmal generell um seine Haltung zu kooperativen Spielen: Die Kooperation wird nicht künstlich vorgeschrieben, sondern ergibt sich zwangsläufig aus der Spielsituation.

 

  • Webseite von Reiner Knizia
  • Übrigens hat Reiner Knizia auch dieses Jahr mit “Mmm!” (Pegasus) ein kooperatives Kinderspiel gemacht, welches den österreichischen Preis Spiel der Spiele gewann. Es steht in der Tradition der Kinderspiele der 80er und 90er Jahre: Man spielt eine Mausfamilie, die die Küche (würfelnd) leeressen muss, bevor die Katze kommt.

1 Gedanke zu „Die Geschichte der Kooperativen Spiele (4)

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