Bericht von der Spieleerfinder-Messe in Haar 2016

Haar

Auch in diesem Jahr war ich wieder auf der internationalen Spieleerfindermesse welche vom 19. bis 20. Februar 2016 in Haar bei München stattfand. Wie schon im letzten Jahr war es auch dieses Mal eine sehr gelungene Veranstaltung. Doch was ist nun wirklich passiert – hier ein persönlicher Bericht:

 

Deutscher Spieleautorenwettbewerb

Begonnen hat die Veranstaltung unter anderem mit der Preisverleihung zum Deutschen Spieleautorenwettbewerb durch Karsten Höser (Spiel&Autor). Die Preisverleihung war gleichzeitig der Startschuss zum Wettbewerb 2016. Also ihr Spieleautoren da draußen, hört an dieser Stelle auf zu lesen, klickt euch auf die Infoseite des Wettbewerbs und reicht eure Familienspiele ein.

Eingereicht? Sehr gut! Mit Hartwig Jakubik einer der diesjährigen Gewinner hatte ich die Chance zu reden. Wer interessiert ist, kann in das spontan geführte Interview gerne reinhören.20160219155557

 

Von 60 eingesendeten Spielideen konnten sich am Ende fünf Spiele und deren Autoren durchsetzen. Neben Hartwig Jakubik mit Krawall im Hühnerstall haben unter anderem folgende Spieleautoren gewonnen:

Thomas Kneringer mit Goldreiche Halunken

Florian Racky mit Rosen, Haie und Tränen

Martin Kilchenmann mit Schatztaucher

Timo Diegel mit Schmarotzer im Ameisenland

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.

 

Und los geht’s

Nachdem ich meine Spiele ausgepackt hatte, checkte ich, welche Redakteure vor Ort waren. Schnell stellte ich aber fest, dass einige fleißige, oftmals schon fast aufdringliche Autorenkollegen die anwesenden Redakteure voll einspannten. Also bin ich erstmal losgezogen, alte Freunde und Kollegen zu begrüßen sowie neue Kollegen kennenzulernen.

Gegen Nachmittag habe ich dann aber doch mal einen Redakteur angequatscht. Ich mein, man will ja nicht untätig sein. Und es zeigte sich gleich, was viel wichtiger ist als viele Redakteure an seinem Tisch zu haben. Und zwar gute Gespräche mit denen zu haben, die zu einem kommen. So kann man viel über deren Verlage, die Branche und deren Blick auf Spiele kennen lernen.

Tipp: Setzt euch mal daneben wenn ein Redakteur an einem Tisch sitzt der nicht eurer eigener ist. Und lauscht einfach mal dem Gespräch zwischen Spieleautor und Redakteur. Da ihr in dieser Situation nicht selbst betroffen seid könnt ihr gut analysieren was passiert. Wie reagiert der Redakteur, wie kann ein gutes Gespräch aussehen. Was sind unangenehme Situationen für den Redakteur.

Gegen Spätnachmittag hatte ich gefühlt mit allen für meine Spiele relevanten Redakteuren gesprochen. Nun machte ich mich auf, die für mich interessant aussehende Spiele der Kollegen wirklich zu spielen. Durch das Spiel lernt man den anderen kennen und zudem sind die meisten danach ebenfalls an dem eigenen Spiele interessiert. Und so kam es, dass wir gegenseitig unsere Prototypen spielten. Und ich bekam noch einmal viel und vor allem gutes Feedback zu meinen Spielen.

Ausgeklungen ist dann der Abend im “Gasthof zur Post“. Wer zur Spieleerfindermesse nach Haar kommt, sollte diesen Abend auf jeden Fall wahrnehmen. Man lernt viele neue Menschen kennen und kann sich ganz entspannt unterhalten.

 

Zweiter Tag….

Der nächste Tag begann dann ganz entspannt. Eigentlich hatte ich ja auch schon alle Spiele gezeigt. Ein Redakteur verirrte sich dann doch noch an meinen Tisch. Dass er an meinen Tisch kam, war das Resultat davon, dass ich mit einem anderen Autor und diesem Redakteur einen Prototypen antestete (nicht mein eigener). Nachdem der Prototyp getestet wurde, überlegten wir gemeinsam, was noch zu verbessern wäre. Ich sagte eben auch meine Meinung und meine Idee wurde gut aufgenommen. Und nach diesem „Test“ sagte der Redakteur: „Deine Idee hat mir wirklich gut gefallen, hast du nicht vielleicht auch ein Spiel das du mir zeigen möchtest?“

Gegen Nachmittag machten sich sowohl einige Autoren als auch Redakteure auf dem Heimweg. Perfekt um nochmal ein paar Gespräche mit den unterschiedlichsten Autoren zu führen. Einer mit dem ich auch noch ein kurzes Interview aufnahm war Matthias Goebel. Er hatte ein Spiel mit 10 Sanduhren, das mich magisch anzog.K1600_rect4166

Und so waren zwei wundervolle Tage schon wieder vorbei. Danke an alle, die dieses Event dank ihrer Organisation möglich gemacht haben, danke an alle Redakteure, die vor Ort waren und natürlich danke an alle Spieleautoren die dieses Event mit ihren Spielideen erst zum Leben erwecken. Ich hatte viele gute Gespräche und möchte keines davon missen.

Bis bald in Göttingen, Essen oder auf anderen Spieletestwochenenden oder bis spätestens in Haar 2017!

 

Weitere lesenswerte Berichte über Spielwarenmesse in Haar 2016  gibt auf SpieleAutor.at und auf B.DreiHunderVier.de.

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