Prototypen erstellen

Heute geht es um unsere praktischen Werkzeuge beim Erstellen von Prototypen. Natürlich orientieren wir uns beim Basteln oder Bauen von eigenen Spielen an Spielplänen, Karten, Markern und anderen Dingen, die wir aus professionell produzierten Spielen kennen. Aber wie kann man sich selber an so etwas annähern? In dieser Podcastfolge stellen wir euch Bastelzeug, Software, unsere Lieblingsmaterialien und -Arbeitsweisen vor und stellen schließlich auch die Frage: Wie schön müssen Protos eigentlich sein?

 

 

Weiterführende Artikel aus dem Brettspielelabor:

Erwähnte Programme:

Empfohlene Quellen für Bilder und Icons

3 Gedanken zu „Prototypen erstellen

  1. Ich persönliche neige dazu, dass meine Prototypen NACH DER TESTSPIELPHASE optisch auf jeden Fall so gestalte, dass sich eine Verlagsredaktion ein verkaufsfertiges Spiel zumindest bereits gut vorstellen kann. Das bedeutet u. a., dass ich auf handelsübliche Materialien achte, ebenso auf typische Karten- und Kartongrößen, wenn dies zum Spiel passt.
    Selbstverständlich ist, dass alle wesentlichen Symbole, unterschiedliche Farben usw. zu 100% erkennbar sind und problemlos unterschieden werden.
    Ich entwickle auch gerne Spiele aus Holz. Dabei achte ich natürlich auf eine saubere Verarbeiten. Keine scharfen Kanten oder Spreißel … Bei Holzspielen verfalle ich aus reiner Eigeninitiative ins Kunstvolle, weil ich es gerne mache und solche Spiele auch gerne verschenke.

    Grundsätzlich muss ein Spiel zu 100% funktionieren, alle Eventualitäten mussten bedacht und ausprobiert werden und das Spiel sollte einen Originalitätswert besitzen. Die reine Optik muss mindestens so gut sein, dass die Verlagsredaktion alles problemlos lesen und erkennen, sowie unterscheiden kann. Benutzte Farben sollten nicht an den Fingern abfärben und Karten müssen blickdicht sein, damit sie ihr „Geheimnis“ nicht preisgeben. Letzteres könnte einen Spieltest negativ beeinflussen.
    Ich bin mir sicher, dass einfach geniale Idee mit einer SIMPLEN AUFMACHUNG, die für einen ordentlichen Test ausreichend ist, jedes 0815-Spiel oder jede Nahezu-Kopie eines bereits bekannten Spiels schlägt, das als TOP-Prototyp eingereicht wurde.

  2. Es macht nur dann richtig Sinn, einen Prototypen sehr kunstvoll und aufwändig zu gestalten, wenn der/die Verlag/e, denen man den/die Prototypen anbietet, auch solche kunstvoll gestalteten Spiele herstellen.
    Wer für sich selbst und/oder die eigene Testgruppe wert auf gute Optik legt, kann das tun. Letztendlich wird es eine/n erfahrene/n Redakteur/in nicht bei der Entscheidung beeinflussen.
    Ein Spiel muss zum Verlagsprogramm passen, zu 100 Prozent mit allen Mitspieleranzahlen funktionieren, eine möglichst große und zahlungskräftige Zielgruppe ansprechen und im Optimalfall erweiterbar sein, sodass mit der Basisidee mehrmals richtig Geld verdient werden kann, denn auch Verlage müssen ihre Kosten decken und dann noch Gewinn erwirtschaften.
    Dass die Optik eines Games der Funktionalität entsprechen muss und dass es nicht abfärbt oder gar verletzende Elemente besitzt, ist ja völlig klar. Wer dabei patzt, ist selber schuld, denn so etwas sind absolute No-Goes!!! Ebenso ist klar, dass es kein Klon einer bereits vorhandenen Idee sein darf, wenn es keinen Zoff wegen den Urheberrechten geben soll.
    Kurz gesagt: Viel schöner ist NICHT zwingend besser. Andere Elemente zählen weitaus mehr, was die Entscheidung für eine Verlagsübernahme betrifft. Gute Verlage haben zudem Designer, die auch psychologische Erfahrung bei der Gestaltung mit einbringen. Manche Formen und Farben … – bringen sofort eine Wohlfühl-Atmosphäre ins Spiel, während andere abschreckend oder gar Stress erzeugend wirken. Solche erfahrenen Leute wissen dann genau, wo welche Farbe und Form passt, wo sie hin MUSS und wo sie vermieden werden muss.

  3. Herzlichen Dank für die vielen guten Tipps und Anregungen.
    Das Internet ist ehrlich ein exzellenter Fundus für Entwickler von Spielen und viele andere.
    Bislang schnitt ich Karten immer mit der Hand aus, was bei einem ordentlichen Satz richtig nervig werden kann :-)
    Auch eure Software-Tipps schaue ich mir mal näher an. Ich hab zwar einige Programme, die ihr genannt habt, doch grafisch bin ich nur sehr dünn ausgestattet.
    Nun schnüffle ich mal auf eurer Seite etwas genauer herum.

    Danke nochmals

    Kim

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