SPIEL 16: Rückblick von Manuel

Die SPIEL 16 in Essen ist vorbei. Für Spieler, Spieleautoren und Verlage ist sie ja die 5. Jahreszeit. Die harten Fakten sind, dass ich von der Messe relativ wenig und von den Spielen auf der Messe noch weniger gesehen habe.  Ich habe mir zwar fast alle Spiele angeschaut, das ein oder andere auch erklären lassen, gespielt habe ich aber nur drei Stück. Wer also mehr über Spiele der Messe erfahren möchte, kann das tun:

– Christoph Post hat auf seinem Blog “Brettspielbox” einen super Messefazit gezogen. 

– Guido Heinecke schreibt auf “Tric-Trac” über die SPIEL16 und macht das wie immer genial!  

 

 

 

Mein kleiner persönlicher Rückblick:

Mehr Termine, mehr Aussteller = mehr Kilometer.

Habe ich in den letzten Jahren wenig Termine in Essen ausgemacht, gab es dieses Jahr doch den einen oder anderen Termin mit Redakteuren. Das Problem: Man musste immer zwischen den Hallen wechseln und dabei hat man den Besucherrekord am eigenen Leib gespürt. Die Messe hat aber nicht nur einen Besucherrekord aufgestellt, sondern auch einen Aussteller-Rekord und so wurde auch die Gesamtfläche größer. Ich habe jedenfalls einige Kilometer abgespult. Die Treffen mit den Redakteuren waren nicht immer ein Erfolg aber immer sehr hilfreich. Denn eine gute, begründete Absage hilft mir ebenfalls weiter. Es gab dann aber doch auch einige Verlage, die sich für meine Spiele interessiert haben. Ich bin jedenfalls mit einem lächeln an und abgereist. 

 

Das Messehighlight der SPIEL16

Das Highlight der Messe sind aber wie immer die Menschen. Egal ob alte Freunde, Spieleautoren, Redakteure oder die vielen Spieler vor Ort. Ich möchte keins der Gespräche missen, das ich geführt habe. Als Oase galt wie immer der Stand der Spieleautorenzunft (SAZ). Aufbauende, hilfreiche Worte und wertvolle Tipps gab es von Autoren querbeet. Wer Spieleautor ist, aber auch alle anderen, sollte in Zukunft auf jedenfalls dort vorbeischauen.

 

Der Rätselkoffer

Im Vorfeld habe ich ja über die Entwicklung meines Rätselkoffers berichtet. In Essen habe ich die Chance genutzt, diesen einem kleinen Publikum zugänglich zu machen. Ursprünglich wurde er ja für Familien und Jugendliche entwickelt. Umso interessanter war es jetzt, Vielspieler auf den Koffer los zu lassen. Das Feedback war überwältigend gut.

Es ist etwas wundervolles Menschen dabei zuzusehen, wie sie mit der eigenen Idee viel Spaß haben. Ich bin und war mit der Kofferaktion auf der SPIEL rundum zufrieden.

Rätselkoffer

 

Großer Testballon

Im Rahmen meines Aufrufs zur Kooperation haben sich einige Autoren, aber auch Spieler und Blogger bei mir gemeldet. Ich habe also auf der SPIEL versucht, diese alle kennen zu lernen. Zudem habe ich im Vorfeld einige Prototypen hergestellt, um sie den verschiedenen Leuten mitgeben zu können. Es handelt sich dabei um meinen fortgeschrittenen Prototypen „Kohle & Stahl“. Ich bin mal gespannt, was für Feedback zurückkommt und ob sich der Aufwand gelohnt hat. Das Problem ist ja einfach schon mal, dass viele Prototypen erstellt werden müssen, wenn man ihn vielen mitgeben möchte. Bei einem Kartenspiel wie „Kohle & Stahl“ gerade noch möglich, bei einigen anderen Prototypen wäre dies aber auch finanziell kaum zu machen – zumindest für mich.wp-1476994603602.jpg

 

Spiele haben Autoren

Auch Spiele haben Autoren“ so der Slogan eines Projektes der Spieleautorenzunft. In Gesprächen mit Spielern wurde aber deutlich, dass Autoren nach wie vor nicht wahrgenommen werden. Kennen viele noch den Namen Klaus Teuber und einige noch den Namen Wolfgang Kramer und Uwe Rosenberg, gibt es danach ein starkes Gefälle. Gespräche wie „Das ist ja interessant. Ich dachte immer, die Autoren währen Mitarbeiter bei den jeweiligen Verlagen“ waren keine Seltenheit und zeigen, wie Autoren wahrgenommen werden bzw. wie wenig bekannt ist, wie die Branche funktioniert.
Dennoch gibt es meiner Meinung nach auch Erfolge auf diesem Gebiet zu vermelden. Einige Verlage werben mittlerweile ganz deutlich mit ihren Autoren. So konnte man an manchem Verlagsstand ein Bild und den Namen der Autoren sehen. Desweiteren gab es einige sehr gut besuchte Spiel- und Signaturaktionen mit den Autoren. Zudem habe ich wahrgenommen, dass einige YouTuber, Blogger und Podcaster die Autoren vor Ort angesprochen haben.

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Diebe und Klauen

Wie man nun hört, gab es einige gestohlene Sachen auf der SPIEL. Spiegelreflexkamera, Spieletüten oder gar die Kasse von Ludicreations. Das macht mich traurig. Muss man denn alles festketten und mit Kameras überwachen?  In diesem Zusammenhang kam bei mir die Frage auf: Muss man ab jetzt verstärkt auf seine Spielregel aufpassen? Immerhin könnte sonst ja der Dieb auch als neuer Autor auftreten und behaupten er hätte das Spiel erfunden. Naja da ich an sich ein optimistischer und naiver Mensch bin glaube ich nicht das jemand so dreist sein wird. Doch ein bisschen nachdenklich macht es mich schon, mit wie viel krimineller Energie wohl der ein oder andere Spieler ausgestattet ist. Vielleicht sind es aber auch keine Spieler – man weiß es nicht.

 

Bis nächstes Jahr

So sehr ich mich immer auf die SPIEL freue, so sehr freue ich mich, wieder daheim zu sein und in Ruhe spielen zu dürfen. In den letzten Jahren hat sich zudem herausgestellt, dass die Spiele, welche wir am Tag nach Essen auf den Tisch packen, die häufigsten gespielten Partien des Jahrgangs vorzuweisen haben. Vor zwei Jahren war es Patchwork. Letztes Jahr war es Harbour und 7 Wonders Duel.  Dieses Jahr war das Sola Fide, Cottage Garden, No Siesta und Fabelsaft. Mal schauen, ob sich das Ganze weiter bewahrheitet. Also dann, wir sehen uns auf der SPIEL 17. Ich widme mich nun dem Prototyp, dem hoffentlich die Zukunft gehört.

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Für mich ein Highlight der Messe… Fabelsaft!
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Das neue Projekt ist auch schon vorhanden.

1 Gedanke zu „SPIEL 16: Rückblick von Manuel

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