Spielspaß: Schlussgedanken

Das war’s nun also. Ich habe mit Euch über vier Grund-Arten von Spielspaß philosophiert, je nach unterschiedlichen Spielertypen. Dabei haben wir das eine oder andere aktuelle Beispiel für unsere Praxis hinzugezogen. Was für unterschiedliche Facetten sich auftun können, wenn man sich über Spielspaß klarwerden will! Hier folgt eine kleine Übersicht über die vier Spaßgeschmäcker:

Die vier Spielertypen
Links steht der Spaß an der Gemeinschaft, rechts der Spaß an der Spielwelt. Mit beidem kann man entweder interagieren oder agieren. Das Agieren ist sehr zielorientiert: Ich will die anderen besiegen bzw. das Spiel meistern. Das Interagieren ist auf der anderen Seite angelegt auf eine subjektive Beziehung, entweder zu den Mitspielern oder zur Spielwelt.

Nun möchte ich euch aber nicht verschweigen, woher dieses schön klare Modell kommt. Es stammt von Richard Bartle, einem Onlinespiel-Designer für Multi User Dungeons (MUDs). Bei der Analyse seiner Zielgruppen ist er auf diese vier Spielertypen gestoßen. Auf dieser alten Seite könnt ihr seine spannenden Beobachtungen nachlesen.

Das ist natürlich nur eine von vielen Arten, auf den Spielspaß zu blicken, aber sie gefällt mir gut, weil sie so ein klares Schema hat. Auch die Bretterwisser haben sich mit dem Thema beschäftigt (Podcast 38: Spielertypen). Sie legen das Modell des Magic-Designers Marc Rosewater zugrunde und ergänzen es um ihre eigenen Erfahrungen.

Witzigerweise beginnt gerade auf dieser Seite eine ähnliche Serie auf Englisch von Chip Beauvais, die sich mit 6 verschiedenen Spielertypen im Brettspiel beschäftigt. Beauvais eröffnet einen weiteren Punkt auf der „Spieler/ Welt“-Achse: Er unterteilt die Welt in Erlebnis und Mechanik (was bei Magic mit Vorthos und Melvin ja auch schon geschehen ist).

Und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß für eure neuen Spiele!

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