Weilburg, wir kommen!

Im März 2017 wollen wir beide nach Weilburg fahren. Weilburg?

 

Was ist Weilburg?

Da ist die Deutsche Spieleautorentagung. Es gibt ja leider bekanntlich keine akademische Ausbildung zum “Spieleautor”. Man kann zwar Game Design studieren, aber das geht dann mehr in die digitale Richtung. Eine Gruppe von Spieleautoren wollte vor gut 10 Jahren Abhilfe schaffen mit einer Art Fortbildung, wo sich Spieleautoren untereinander austauschen können. Sie luden also 2006 zu einer Spieleautorentagung nach Weilburg. Und daraus wurde dann eine jährliche Veranstaltung. Ich persönlich habe das Ganze kennengelernt über diese Tagungsbücher, die die Vorträge und Workshops dokumentieren und die ich sehr mochte. Leider ist das alte Team der “Weilburger Sieben” seit einigen Jahren auseinandergestoben. Aber ein neues Veranstalter-Trio hat sich gefunden, um die Tagung nun alle zwei Jahre anbieten zu können. In ein paar Monaten ist es wieder soweit!

autorentagung_2017_flyer_rzback

 

Auf der Seite zur Tagung kann man nunmehr Folgendes lesen:

Liebe Spieleautoren,

die nächste Tagung wird wie geplant vom 17.03. bis 19.03.2017 stattfinden. Der bisherige Veranstalter (Christwart Conrad) erhält Unterstützung von Ulrich Blum und Matthias Nagy, sodass wir jetzt zu dritt sind. Die Informationen dazu wurden soeben (10.10.16) hochgeladen und werden in den folgenden Wochen und Monaten ständig aktualisiert.

Programmstruktur

Workshops

Vorträge

Anmeldung

Wer Fragen hat oder in den Emailverteiler aufgenommen werden möchte, schicke eine Email an christwart(dot)conrad(at)freenet(dot)de.

NEU: Die SAZ ist Sponsor der Tagung!

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Euren Projekten!
Christwart Conrad

(http://www.spieleautorentagung.de/ab-jetzt-anmeldung-zur-10-spieleautorentagung-2017)

 

Wozu eine Tagung?

Erstmal: Ich war bei der letzten Tagung 2015 dabei und es war umwerfend. Man kann gar nicht hoch genug loben, wie sehr es hilft, einfach mal zu reflektieren, was man so macht als Autor. Klar, man kann nicht direkt über den kreativen Part sprechen, das kann man nicht verobjektivieren. Aber es gibt doch erstaunlich viel handwerkliches zu lernen. Man kann über psychologisch-kulturelle Fragen reden, etwa: Was empfindet man als spannend, herausfordernd, thematisch, intuitiv, als immersiv? Oder technische Designfragen, um mögliche Antworten etwa auf das Startspieler-, Schneeball- oder das Königsmacherproblem zu finden. Dann gibt es aber auch ganz praktische Dinge zu lernen: Welche Werkzeuge sind zum Prototypbauen nützlich, wie schreibt man eine Spielanleitung oder in diesem Jahr: Wie stellt man seine Idee am Besten einem Redakteur vor? Ich selber nehme mir vor, bei all den Workshops und Vorträgen nicht in eine “verschulte” Atmosphäre hineinzugleiten, sondern immer am Ball zu bleiben, mich im Gespräch einzubringen. Nicht zuletzt kann man in Weilburg auch in den Pausen und abends in der Bierstube “Griffelkasten” neue Leute kennenlernen. Es gilt, am Puls der Zeit zu fühlen, statt selbstgenügsam im eigenen Brei zu rühren. Es herrscht dabei eine knisternde Atmosphäre, wo zumindest bei mir letztes Jahr andauernd neue Ideen in den Kopf kamen.

Die Teilnahmekosten sind natürlich nicht ganz günstig, gerade für uns junge Leute. Aber es lohnt sich. Wer immer noch unentschlossen ist, sollte sich dieses Video vom letzten Mal anschauen.

 

4 Gedanken zu „Weilburg, wir kommen!

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